Nachdem Elie Zürcher die Mühle wieder instand gesetzt hatte, begann er mit der Mehlproduktion – getrieben von der Idee, den in der Region angebauten Weizen, der zuvor zur Verarbeitung anderswohin transportiert wurde, vor Ort zu verwerten.
Der für dieses Mehl verwendete Weizen stammt heute von landwirtschaftlichen Betrieben zwischen Orvin und La Chaux-de-Fonds. Aus ihm lassen sich verschiedene Mehlsorten herstellen. Sie unterscheiden sich insbesondere in der Siebung, die im Verlauf des Mahlprozesses erfolgt.
Vor der Verarbeitung wird der Weizen sorgfältig kontrolliert. Sein Feuchtigkeitsgehalt wird überprüft, um sicherzustellen, dass er ausreichend trocken ist. Zudem werden verschiedene Parameter zur Qualität des Getreides analysiert, zum Beispiel Proteingehalt und Keimfähigkeit. Je nach Bedarf wird der Weizen anschliessend gelagert oder direkt zur Mühle transportiert.
Das Mahlen erfolgt schrittweise. Das Korn durchläuft die Mühle dabei bis zu acht Mal, wobei zwischen jedem Durchgang eine Siebung stattfindet. So lassen sich die verschiedenen Bestandteile des Korns nach und nach voneinander trennen, bis das gewünschte Mehl entsteht. Die in Cormoret beheimatete Mühle Moulin du Torrent kann bis zu 100 kg Weizen pro Stunde verarbeiten.
Das direkt vor Ort hergestellte Weissmehl trägt seit vier Jahren das Label «Produkt aus Schweizer Pärken». Es wird heute in mehreren Verkaufsstellen im Tal von Saint-Imier sowie in der Epicerie du Torrent, die sich auf dem Hof der Familie Zürcher befindet, verkauft. Dort kann man zudem Fleisch der Tiere kaufen, die in der Nähe der Mühle gehalten werden, sowie eine grosse Auswahl an weiteren regionalen Produkten.
Das Weissmehl wird mit einer Jahresproduktion von 20 bis 25 Tonnen in Packungen zu 1 kg, 2,5 kg und 5 kg angeboten. Es gilt als vielseitiges Mehl und eignet sich für zahlreiche Zubereitungen: Kuchen, Gebäck, Zopf und sogar Pizza.
